Ziele:
-
Informationen über einige der früheren Infektionskrankheiten sammeln.
- Die
wichtigsten „Eingangspforten" des Körpers für Mikroben aufspüren.
Dauer: 45 Minuten
Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 1
Ablauf:
-
Vor den
eigentlichen Nachforschungen die Kinder von ihren eigenen Erfahrungen mit
Ärzten erzählen lassen, um ihr Interesse für normale Kinderkrankheiten zu wecken.
Den
Kindern folgende Fragen stellen:
Was habt ihr empfunden?
Was hat der Arzt
gemacht?
(Er hat
abgehorcht, um herauszufinden, wo das Problem liegt/er hat den Kranken
befragt/er hat ein Rezept für die Apotheke ausgestellt, auf das er die
Medikamente verordnet hat, die die Heilung fördern...)
-
Die
Kinder fragen, wo sie bei sich die Symptome beobachtet haben.
-
Die
Kinder die besonderen Erscheinungsformen der Krankheit zeichnen lassen. Zum
Beispiel:
Sebastian hatte eine Bindehautentzündung: Er zeichnet sein Gesicht mit geröteten Augen.
Caroline hatte die Masern: Sie zeichnet kleine rote Flecken überall auf ihre Haut.
Alex hatte Mumps: Er zeichnet seinen Kopf mit Schwellungen in Höhe der Ohren.
Sofia hatte
einen Schnupfen: Sie zeichnet ihre laufende Nase…
- Dieser humoristische Verfremdungseffekt relativiert den Ernst der Krankheit und ermöglicht es den Kindern, an die großen Menschheitsplagen ohne Angst heranzugehen.
- Die verschiedenen Krankheiten miteinander vergleichen. Darauf hinweisen, dass einige von ihnen leichter übertragen werden als andere und auf den Begriff der Epidemie eingehen sowie auf die Rolle, die die Mikroben dabei spielen.
- Erläutern, dass in früheren Zeiten die Epidemien Tausende von Menschen innerhalb weniger Wochen getötet haben.
- Arbeitsblatt verteilen und die Übung durchführen lassen.
- Jedes Mal, wenn die Schüler(innen) eine neue Krankheit entdecken, kann der Lehrer gemeinsam mit ihnen die Übung vertiefen, indem er die Schüler(innen) nach ihren Symptomen und ihrem bevorzugten Übertragungsmodus befragt.
- Darauf hinweisen, dass der größte Teil der einstigen Menschheitsplagen speziell die Atemwege befiel.
- Zum Ende der Übung zwei Punkte besonders hervorheben:
Die bevorzugten „Eingangspforten" von Infektionskrankheiten waren die Schleimhäute (Mund, Nase, Darm, das galt vor allem für Typhus, Cholera und Tuberkulose...) und Hautverletzungen (selbst eine einfache Schürfwunde reicht im Falle von Tetanus aus).
Die genannten Menschheitsplagen haben in früheren Zeiten gewütet und sie sind heute dank unter anderen der Vorbeugung durch Impfung und der Verabreichung von Antibiotika ausgerottet.
- Zum Schluss darauf eingehen, dass an die Stelle der einstigen Menschheitsplagen heute moderne Plagen getreten sind (AIDS, Krebs) und dass die Fortschritte auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forschung Hoffnung auf weitere Entdeckungen geben, damit auch diese neuen Krankheiten geheilt werden können.
Berichtigung:
- Pest / Tetanus / Tollwut / Cholera / Pocken.
Pest - Ratte / Tollwut - Hund / Schlafkrankheit - Tse-Tse-Fliege / Tetanus - rostiger Nagel / Toxoplasmose - Katze.
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- Das
gesuchte Wort lautet: Epidemien
2
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DIE ERFINDUNG DES
MIKROSKOPS
Ziele:
- Das Gerät vorstellen, das die Entdeckung von Mikroben und deren Beobachtung ermöglicht hat.
- Die Kinder mit dem Begriff des unendlich Kleinen vertraut machen.
Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 2.
Dauer: 30 Minuten.
Ablauf:
- Die Aktivität kann von der Klasse gemeinsam oder von den Schülern(innen) einzeln durchgeführt werden.
- Arbeitsblatt verteilen.
- Das Funktionsschema und Funktionsweise des Mikroskop erklären (Wo muss das Auge angesetzt werden / Wie müssen die Glasplatte und Mikrobe platziert werden / die zweckmäßige Anwendung und die Funktion des Schalters, usw.)
- Deutlich machen, dass man die Mikroben mit bloßem Auge nicht erkennen kann und dass man sehr lange hat warten müssen, um von ihrer Existenz zu erfahren.
- Die Übungen durchführen lassen.
- Ergänzend noch einmal daran erinnern, dass:
· sich die Mikroskope seit ihren ersten, 1590 konstruierten Modellen (mit einem Objektiv ausgestattet) sehr viel weiterentwickelt haben, die jüngste Errungenschaft ist das kürzlich entwickelte Elektronenmikroskop.
· bestimmte Mikroben, als Viren bezeichnet, so klein sind, dass sie unter einem gewöhnlichen Mikroskop nicht sichtbar sind.
Ihre Größe wird in Millimikron gemessen, das bedeutet ein Millionstel Millimeter! Man kann sie nur mit Hilfe eines Elektronenmikroskop sehen. Die Eigenschaft, „unter dem Mikroskop nicht sichtbar zu sein", ist für Viren kennzeichnend.
Berichtigung:
- Es waren die Mikroben, die als erstes auf der Erde in Erscheinung getreten sind.
- Mit dem Mikroskop können wir Dinge sehen, die wir mit bloßem Auge nicht erkennen können, da sie zu klein sind.
Ziele:
- Die Wirksamkeit von Reinigungsmitteln kennenlernen.
Arbeitsmaterial:
- Eine Wanne voll Wasser.
- Zeichnung oder ausgeschnittene Abbildung einer Bakterie oder eines Schmutzflecks in Form eines Dreiecks von jeweils 10 cm Schenkellänge, in das eine kleine, 2 cm große Einkerbung in eine Seite hinein geschnitten worden ist.
- Geschirrspülmittel.
Dauer: 20 Minuten
Ablauf:
- Die Wanne vor die Schüler(innen) hinstellen und ihnen die ausgeschnittene Mikrobe zeigen.
- Folgende Fragen stellen:
· Womit wird man Schmutz los?
- Der Klasse das Experiment erklären: Die Wirksamkeit von Reinigungsmitteln nachweisen.
- Den Schülern(innen) das Geschirrspülmittel zeigen.
- Die Bakterie in die Wanne geben.
- Mit der ganzen Klasse eine Wette abschließen: „ Ich lasse die Bakterie mit meinem Finger verschwinden, ohne sie zu berühren".
- Als erstes:
· Einfach den Finger ins Wasser in die Nähe der Bakterie tauchen.
· Was lässt sich feststellen? (Die Bakterie verschwindet nicht. Die Wette ist verloren).
- Als zweites:
· Einen Tropfen Geschirrspülmittel auf die Fingerspitze geben
· Den Finger einige Zentimeter von der Einkerbung des Bakterienblattes entfernt ins Wasser tauchen.
· Was lässt sich feststellen? (Die Bakterie kommt näher und verschwindet, als sich ihr der Finger nähert. Die Wette ist gewonnen).
- Gemeinsam eine Schlussfolgerung ziehen, in der die Wirksamkeit des Reinigungsmittels hervorgehoben wird.
- Mit Nachdruck darauf hinweisen, dass
· diese Produkte gesundheitsgefährdend wirken können, wenn sie falsch benutzt werden;
· Kinder sie niemals benutzen sollen, wenn sie allein sind.
4 - DIE VIER GROSSEN ENTDECKUNGEN
Ziele:
- Das Interesse der Kinder für einige der bedeutenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Wissenschaft oder der Hygiene wecken.
- Die Verbindung herstellen zwischen Tollwut, Pasteur und Impfung.
Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 3.
Dauer: 30 Minuten.
Ablauf:
Die Aktivität kann entweder gemeinsam in der Klasse oder von jedem(r) Schüler(in einzeln durchgeführt werden.
- Arbeitsblatt verteilen.
- Das Bild zusammen mit den Schülern(innen) kommentieren:
· Worum handelt es sich hier?
· Was ist auf dem Bild dargestellt?
· Zu welcher Zeit spielt sich die dargestellte Handlung ab?
- Darauf hinweisen, dass die dargestellte Situation frei erfunden ist und dass die Bedeutung der Hygiene für den prähistorischen Menschen darin bestand, dass er am besten darauf achtete, was er zu sich nahm (= Nahrungsmittelhygiene).
- Die Übung durchführen lassen.
- Die Definitionen mit der Klasse gemeinsam durchgehen, damit die Schüler(innen) die Entdeckungen zeitlich besser einordnen und besser verstehen können, was sie für den wissenschaftlichen Fortschritt bedeuten (Beispiel: Wirkprinzip der Impfung) und wie sie heute genutzt werden.
- Bei jeder gefundenen modernen Entdeckung kann der Lehrer die Übung noch vertiefen, indem er die Schüler(innen) bittet, zu mehreren oder einzeln weitere Informationen über die jeweilige Entdeckung einzuholen.
- Zum Schluss mit Nachdruck auf die Bedeutung des Impfstoffes hinweisen, dem es zu verdanken ist, dass eine bestimmte Anzahl von verheerenden Krankheiten ausgerottet werden konnten (leider gilt das nur für die entwickelten Länder).
- Darauf achten, das Thema Impfung mit den eigenen Erfahrungen der Kinder in Verbindung zu bringen und ihnen dazu folgende Fragen zu stellen:
· Was ist ein Impfstoff?
· Er ist kein Medikament. Er enthält eine geringfügige Dosis des Erregers, der die Krankheit verursacht hat, gegen die man sich schützen will. Durch Erzeugen von Abwehrkräften schützt sich der Organismus vor einer Invasion der diese Krankheit hervorrufenden Erreger.
· Welche Impfstoffe kennen die Kinder? Welchen Wissenschaftlern lassen sie sich zuordnen?
[Tollwut = L. Pasteur (1884); Diphtherie = G. Ramon (1926); Tuberkulose = A. Calmette (BCG 1912); Pest = Gérard und Robic (1930...]
Das Beispiel der Tollwut stellt einen besonderen Fall dar, da der Impfstoff auch dazu dient, die Personen zu heilen, die bereits infiziert worden sind, er hat also nicht nur die Funktion einer Schutzimpfung. Bei den meisten anderen Impfstoffen ist dies nicht der Fall.
· Welche Impfstoffe sind heute obligatorisch? Wie erfolgen die Auffrischungsimpfungen?
[BCG (Tuberkulose) / Pocken / Tetanus / Poliomyelitis / Diphtherie, usw...]
Berichtigung:
- Im Bild zu entdeckende moderne Gegenstände: Penicillin Flakon /Mikroskop / Spritze mit der Aufschrift „Impfstoff" / Aspirin-Röhrchen / Brille / Waschbecken mit Seife und sauberem Handtuch / Abfalleimer.
- Kreuzworträtsel:
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- Das gesuchte Wort: Impfung.
Ziele:
- Die Entwicklungen der Körperhygiene verstehen.
- Das chronologische Erscheinen von Produkten und Utensilien, die für die tägliche Hygiene gebraucht werden, kenennlernen.
Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 4.
Dauer: 30 Minuten.
Ablauf:
- Arbeitsblatt verteilen und die Übung durchführen lassen.
- Ergänzend darauf hinweisen, dass man nicht immer Wasser zum Waschen verwendet hat: Besonders im 17. Jahrhundert glaubte man, dass es das Eindringen von Mikroben ins Blut begünstigen würde.
- Die Übung vertiefen, indem den Kindern Fragen über die großen Entdeckungen gestellt werden, die die Entwicklungsgeschichte der Hygiene bis heute begleitet haben (Badewanne / Zahnbürste / Kamm / Waschlappen / Waschmaschine /Abfalleimer / Bürgersteig / Kanalisation, usw...).
- Zu diesem Zweck kann der Lehrer die Klasse in kleine Gruppen einteilen und jeder Gruppe die Aufgabe geben, eine kurze Biographie zu einem der gemeinsam aufgezählten Objekte zu schreiben.
- Jede Gruppe bitten, die Geschichte ihres gewählten Objekts der übrigen Klasse vorzustellen.
6 - WANDBILD ZUM THEMA HYGIENE
Ziele:
- Seine Kenntnisse über die Geschichte der Hygiene auffrischen und sich die im Laufe der Zeit gemachten Entdeckungen vorstellen
- Bei den anderen Schüler(innen) der Schule und den Eltern das Interesse für die Bedeutung der Körperhygiene wecken.
Arbeitsmaterial:
- Großformatiges, farbiges Kartonpapier und große Zeichenblätter.
- Filzstifte, Farben...
- Zeitschriften zum Herausschneiden von Artikeln und Bildern.
Dauer: Unterschiedlich.
Ablauf:
- Den Kindern vorschlagen, ein Wandbild zum Thema Hygiene zu erstellen.
- Die verschiedenen Elemente für diese Ausstellung auflisten (Plakate, Texte, Zeichnungen, Photos...).
- Jedes Kind soll anhand der von der Klasse gewählten Elemente eine Zeichnung, eine Collage oder eine Photomontage anfertigen, die jeweils eine Person in Zusammenhang mit einem Ereignis zeigen soll, das die Geschichte der Hygiene und der Gesundheit geprägt hat (Beispiele: Entdeckung der Mikroben, des Impfstoffes, des Penicillins, Bau der Bürgersteige, Erfindung der Badewanne, der Zahnbürste, der Seife, usw...).
- Das Wandbild beschriften.
- Die Ausstellung soll die Zweckdienlichkeit der richtigen Hygiene zu Hause und draußen herausstellen und die entsprechenden Handgriffe zur ihrer Einhaltung zeigen.
- Das Wandbild in der Schule aushängen, um die anderen Schüler(innen) und die Eltern auf dieses Thema aufmerksam zu machen und die Bedeutung der Hygiene für die Gesundheit aufzuzeigen.
7 - DIE GESCHICHTE DES TASCHENTUCHS
Ziel:
- Die Entwicklungsgeschichte des Taschentuchs erzählen.
Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 5.
Dauer: 30 Minuten.
Ablauf:
Die Aktivität kann von der Klasse gemeinsam oder von den Schülern(innen) einzeln durchgeführt werden.
- Den Schülern(innen) die Texte vorlesen oder sie von ihnen vorlesen lassen.
- Auf Verständnisfragen antworten.
- Darauf hinweisen, wie wichtig es ist, sich die Nase zu putzen und hierfür Einmalpapiertaschentücher zu benutzen.
Berichtigung:
1.über der Schulter / um den Hals
2.in Italien
3.rund und dreieckig / rechteckig
4.Ludwig 16.
5.hygienische