Vorstellung der Aktivitäten

Stufe II

 

1 - DIE FRÜHEREN MENSCHHEITSPLAGEN

 

 

Ziele:

- Die großen pathologischen Epidemien darlegen, die einst ganze Bevölkerungen dezimierten und eine Parallele zu den heute existierenden Krankheiten ziehen.

- Die Auswirkungen der Tuberkulose und die für ihre Bekämpfung geführten Feldzüge untersuchen.

 

Dauer: 1 Stunde.

 

Ablauf:

- Die Schüler bitten, Informationsmaterial über die bedrohlichen Krankheiten von damals und von heute zu sammeln.

- Gemeinsam mit der Klasse mündlich den Begriff „Menschheitsplage" definieren.

- Die Schüler(innen) nach den einstigen bedrohlichen Krankheiten befragen, die sie den mitgebrachten Unterlagen entnommen haben.

- Die Auswirkung bestimmter Infektionskrankheiten auf die Gesundheit der Bevölkerung darstellen. Beispiel:

 

· Pest: Vor zweieinhalb Jahrhunderten verursachte sie eine Epidemie in Marseille mit dramatischen Auswirkungen, denn sie tötete innerhalb weniger Wochen mehr als 50 000 Menschen.

· Cholera: Im Lauf des vergangenen Jahrhunderts waren Russland und ganze Europa davon betroffen und auch Frankreich beklagte zwischen 1826 und 1837 nicht weniger als 600 000 Opfer.

· Lepra: Sie wütete jahrhunderte lang im westlichen Teil der Welt. Sie brach periodisch erneut auf in dem Maße, wie sich die Pilgerfahrten ins Heilige Land und der Handelsverkehr entwickelten. Auch heute noch ist sie in Afrika und Asien anzutreffen.

 

Selbst wenn es diese Krankheiten in Europa dank wirksamer Behandlungsmöglichkeiten so gut wie gar nicht mehr gibt, stellen sie in den Entwicklungsländern immer noch schwerwiegende Probleme für das öffentliche Gesundheitswesen dar.

 

- Die Schüler(innen) einzeln oder gemeinsam in der Bücherei oder im Internet Recherchen über die Tuberkulose durchführen lassen.

- Eine Parallele aufzeigen zu den heutigen Krankheiten und auf die Bedeutung der Forschung hinweisen.

 

 

2 - DARSTELLEN DER KRANKHEITEN AUF PLAKATEN

 

Ziele:

- Den Kindern bewusst machen, was die einstigen Menschheitsplagen bedeuteten.

- Das Interesse der Schüler(innen) für die wichtige Rolle wecken, die die Impfung bei ihrer Eindämmung spielten.

 

Arbeitsmaterial:

- Großformatiges, buntes Kartonpapier und Zeichenpapier

- Filzstifte, Farben...

- Zeitschriften zum Herausschneiden von Artikeln und Bildern...

 

Dauer: Unterschiedlich.

 

Einige Tage vor Durchführen der Aktivität:

 

- Die Klasse in kleine Gruppen aufteilen.

- Jede Gruppe bitten, sich eine Infektionskrankheit auszusuchen, die es entweder gegeben hat oder die es noch heute gibt.

- Den Schülern(innen) vorschlagen, über diese Krankheit ihrer Wahl eine Art Info-Plakat zu erstellen.

- Den Schülern(innen) einige Tage Zeit lassen, damit sie Informationen, Dokumentaraufnahmen, usw. über diese Krankheit sammeln können.

An dem Tag, an dem die Aktivität durchgeführt wird:

- Jede Gruppe anweisen, darauf zu achten, dass ihr Plakat folgende Angaben enthält:

 

· Name der Krankheit

· die Bereiche, in denen sie in der Hauptsache auftritt

· ihre Übertragungsweise

· ihre Symptome

· die (damals und/oder heute) entwickelten Gegenmittel

· die Bedeutung der Impfung, sowie die Regelmäßigkeit der Auffrischungsimpfungen/Fortschritte der Forschung

· anschauliche Collagen/Illustrationen

 

- Jede Gruppe stellt ihr Plakat der Klasse vor.

- Die Plakate in der Schule ausstellen, um das Interesse der anderen Schüler(innen) für die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung und der Impfung bei der Bekämpfung bedrohlicher Krankheiten zu wecken.

 

 

3 - Entdeckungen im Dienste der Gesundheit

 

Ziele:

- Die Wirkprinzipien des Sterilisierungsverfahrens kennenlernen.

- Einige bedeutende wissenschaftliche Errungenschaften erläutern.

 

Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 1.

 

Dauer: 45 Minuten

 

Ablauf:

Die Aktivität kann von den Schülern(innen) einzeln oder in Gruppen durchgeführt werden.

- Arbeitsblatt verteilen und die Übung durchführen lassen.

- Die Definitionen in der Klasse besprechen und gemeinsam festlegen, in welchem Bereich (Krankenhaus, Nahrungsmittelsektor, usw...) jedes der Sterilisierungsverfahren angewendet werden kann.

- Auf die Bedeutung des Wirkprinzips von Impfungen hinweisen, da sie die einzige Methode ist, mit deren Hilfe die bedrohlichen Krankheiten fast vollständig ausgemerzt werden konnten. Auf die folgenden Fragen eingehen:

 

· Was ist ein Impfstoff?

(Er ist kein Medikament, sondern er enthält eine minimale Dosis der Krankheit, vor der der Organismus geschützt werden soll. Durch Erzeugen von Abwehrkräften schützt sich der Körper vor einer stärkeren Invasion der diese Krankheit hervorrufenden Erreger.

· Welche Impfstoffe kennt ihr? Welchen Wissenschaftlern kann man sie zuordnen?

[Tollwut = L. Pasteur (1884); Diphtherie = G. Ramon (1926); Tuberkulose = A. Calmette (B.C.G.-Impfstoff 1912); Pest = Gérard und Robic (1930)...]

· Welche Impfungen sind heute obligatorisch? Wie erfolgen die Auffrischimpfungen?

[B.C.G. (Tuberkulose), Pocken/Tetanus/Poliomyelitis/Diphtherie, usw....]

 

- Um die Überlegungen zum Thema Impfungen von den persönlichen Erfahrungen der Kinder nicht zu trennen, sollte eine Beziehung hergestellt werden zwischen der Tollwut, Pasteur und dem entsprechenden Impfstoff.

Klar stellen, dass sich die Kinder mit vorbeugenden Impfungen gut auskennen, sie aber darauf hinweisen, dass es Impfstoffe mit Heilseren, gibt, beispielsweise den Impfstoff gegen die Tollwut.

- Zur Information: Tollwut wird durch bestimmte Tiere auf den Menschen  übertragen, vor allem Hund, Fuchs undKatze. Die Übertragung erfolgt über einen Biss, da der Speichel der mit Tollwut infizierten Tiere den Tollwutvirus im Überfluss enthält. Die Tollwut hat nicht viele Opfer gefordert, aber sie hat die Einstellungen geprägt und in den ländlichen Gebieten für Angst und Schrecken gesorgt. Nachdem er das Wirkprinzip des Impfstoffes im Labor entwickelt hatte, setzte Louis Pasteur alles daran, den ersten Impfstoff zu entwickeln, der dem Menschen verabreicht werden konnte. 1884 gelang es ihm, einen Impfstoff gegen die Tollwut herzustellen, den er aus steril getrockneter Rückenmarkssubstanz eines infizierten Kaninchens gewonnen hatte. Ein kleiner Junge, der von einem tollwütigen Hund gebissen worden war, erhielt 1885 als erster diesen Impfstoff injiziert....und überlebte die Ansteckung!

- Folgende Schlussfolgerungen ziehen und hervorheben:

 

· dass es notwendig ist, die Erforschung heutiger, bislang noch nicht heilbarer Krankheiten fortzusetzen;

· dass es wichtig ist, sich gegen die heutigen Menschheitsplagen zu schützen, indem man sich informiert und die von den Ärzten ausgesprochenen Sicherheitsempfehlungen beachtet (Kondome zum Schutz vor AIDS, usw...)

 

Berichtigung:

- Definitionen:

 

· Sterilisierung: Vernichtung aller pathogenen Erreger, die auf einem Gegenstand oder an einem Ort vorhanden sind.

 

· Pasteurisation: Verfahren zur vorübergehenden Konservierung bestimmter Nahrungsmittel (vor allem Milchprodukte), das darin besteht, das Produkt rasch zu erhitzen, ohne den Siedepunkt zu erreichen, um es danach ebenso rasch abzukühlen.

· Tyndallisation: Ein von dem Physiker Tyndall entwickeltes Sterilisierungsverfahren, bei dem bei relativ niedriger Temperatur mit Unterbrechungen erhitzt und dann abgekühlt wird.

· Eindosen: Verfahren zur Konservierung von Nahrungsmitteln durch Sterilisieren mittels Erhitzung in geschlossenen Behältern.

 

- das gesuchte Wort: Gesundheit

- Krankheiten, für die es eine Schutzimpfung gibt: Masern - Mumps - Tetanus - Tollwut - Röteln.

 

 

4 - ABTÖTUNG VON MIKROBEN

 

Ziel:

- Die Wirksamkeit bakterizider Produkte verstehen.

Arbeitsmaterial:

- Petrischalen mit Kulturen, die im Rahmen vorangegangener Experimente angelegt worden waren.

- Keimtötende Produkte (Penicillin*, verdünntes Eau de Javel, 70% oder 90% Alkohol, usw.)

* Das Experiment funktioniert ebenfalls mit einem Antibiotikum.

 

Dauer: 15 Vorbereitungszeit + je 10 Minuten Beobachtungszeit an 2 Tagen.

 

Ablauf:

Gemeinsam durchzuführende Aktivität.

- Die Kinder fragen, welche Produkte zur Vernichtung von Mikroben eingesetzt werden können und diese an die Tafel schreiben lassen.

- Drei von ihnen aussuchen (Penicillin, Eau de Javel und 70%, 90% Alkohol). Den Schülern zeigen, in welcher Form das Produkt verkauft wird (Verpackung), wonach es riecht, usw...

- So weit wie möglich die einzelnen Produkte erläutern; wann und von wem sie entwickelt worden sind und wie sie heute verwendet werden:

 

· Penicillin: 1928 entdeckte Fleming den mikroskopisch kleinen Pilz, den die amerikanische Industrie ab 1943 im großen Stil herstellte. Penicillin wird als Antibiotikum in vielfältiger Form verabreicht: Als Injektion, als Mittel zum Einnehmen oder als äußerlich aufzutragendes Mittel, wie Salben, Zäpfchen, Augentropfen, Vaginalzäpfchen, usw.

· Eau de Javel: Besteht aus Hypochloritlösung und Natriumchlor und wird hauptsächlich  für die Wäsche und im Haushalt als Bleich- und Desinfektionsmittel eingesetzt. Speziell darauf hinweisen, dass Eau de Javel nicht trinkbar und besonders gefährlich ist.

· 70% oder 90% Alkohol: Farblose, durch Destillation hergestellte Flüssigkeit. Wird zur Desinfektion aller Arten von Gegenständen verwendet, die beispielsweise in der Medizin benutzt werden. Es ist darauf zu achten, dass er weder als Hautdesinfektionsmittel (er verbrennt die Hautzellen, wenn er nicht verdünnt ist) verwendet noch getrunken werden darf (nicht trinkbar).

 

- Lassen Sie die Nährlösung, in die zuvor ein Wassertropfen aus einem schmutzigen Schwamm gegeben worden, stehen.

- In jede Petrischale ein keimtötendes Produkt auf die Nährlösung geben und eine Kontrollschale aufstellen.

- Die Petrischalen bei Zimmertemperatur stehen lassen, jedoch vor Sonnenlicht schützen.

- Die Weiterentwicklung der Nährlösungen jeden Tag von den Kindern beobachten lassen.

- Die Kinder auffordern, Hypothesen über das Verschwinden der Spuren aufzustellen.

- Gemeinsam zu einer Schlussfolgerung gelangen und auf die Wirksamkeit der verwendeten Produkte hinweisen.

- Besonders betonen:

 

· dass sie bei falscher Anwendung gesundheits- und umweltgefährdend sind.

· dass sie nur im Beisein von Erwachsenen benutzt werden dürfen.

 

 

5 - KÖRPER UND HYGIENE: DIE ENTWICKLUNG DES BADES IM LAUFE DER GESCHICHTE

 

Ziele:

- Die Beziehung zwischen Mensch und Körperhygiene im Laufe der Entwicklungsgeschichte darstellen.

- Die historische Entwicklung einiger Hygieneobjekte erläutern.

 

Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 2.

 

Dauer: 30 Minuten.

 

Ablauf:

- Arbeitsblatt verteilen und die Übung durchführen lassen. Die Gründe der verschiedenartigen Nutzung von Wasser zum Waschen erörtern.

- Die Bedeutung und die Wirkkraft von Seife herausstellen.

- Ihre Fähigkeit betonen, dank ihrer besonderen Moleküle fast alle Arten von Produkten zu entfernen.

- Gegebenenfalls über die Entwicklung der Seife im Laufe der Zeit sprechen.

- Zur Information: Die ersten Verfahren zur Herstellung von Seife wurden auf Schrifttafeln der Sumerer entdeckt (3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung). Im Mittelalter befanden sich die berühmtesten Seifenfabriken in Spanien, Italien und Paris. Die Marseiller Seifenfabrik gelangte erst im 17. Jahrhundert zu Ruhm und Ehren. Lange Zeit wurde Seife als Luxusartikel angesehen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellten die armen Leute ihre Seife noch selber her.

 

Berichtigung:
- Der Schmutz wird durch die Seifenmoleküle gebunden, dann von der Haut gelöst und anschließend mit Wasser abgewaschen.

 

6 - DAS GROSSE BUCH DER HYGIENE

 

Ziel:

- Die Kenntnisse über die Entwicklungsgeschichte der Hygiene in eine manuelle Aktivität einfließen lassen.

Arbeitsmaterial:

- buntes Papier, Zeichenblätter.

- Filzstifte, Farben...

- Zeitschriften zum Ausschneiden von Artikeln und Bildern...

Dauer: Unterschiedlich.

Ablauf:

- Den Kindern vorschlagen, ein „Buch über Hygiene" zu schreiben.

- Die Aktivität wird in kleinen Schülergruppen durchgeführt.

- Das Buch wird in mehrere Kapitel aufgeteilt, wobei sich jedes Kapitel mit einem speziellen Zeitalter der Geschichte der Hygiene befasst.

- Jedes Zeitalter der Geschichte der Hygiene wird auf einer Doppelseite im Buch dargestellt.

- Die Lehrkraft teilt jeder Gruppe ein bestimmtes historisches Zeitalter zu. Zum Beispiel:

· Das Zeitalter der Urgeschichte

· Die Jungsteinzeit

· Das Zeitalter der Gallier

· Das Zeitalter der Galloromanen

· Das Mittelalter

· Die Renaissance

· Das Zeitalter der Französischen Revolution

· Das Zweite Kaiserreich (Frankreich)

· Die Zeit um die Jahrhundertwende

· Das Zeitalter der großen Entdeckungen

· Die verrückten Zwanziger

· Die Moderne

 

- Jede Gruppe hat die Aufgabe, eine Doppelseite über das gewählte Zeitalter zusammenzustellen.

Dabei sollten die Kinder auf folgendes achten:

 

· Auf die linke Seite gehören:

1)   Bezeichnung des Zeitalters

2)   Genaue Datumsangaben

3)   Eine Erläuterung des Hygieneverhaltens der Menschen dieser Zeit (Körperhygiene, Nahrungsmittelhygiene, usw...)

4)   Eine bildliche Darstellung von vier Hygieneobjekten aus dieser Zeit.

 

·  Auf die rechte Seite gehören:

Ein großes Illustrationsbild (Collage, Zeichnung, Bild, usw...), das die Hygienesituation der gewählten Epoche veranschaulicht.

 

-  Die Lehrkraft kann den Aktivitäten einen persönlichen Charakter verleihen, indem sie die Schülergruppen bittet, ihre jeweilige Geschichtsepoche in Form eines Zeitzeugenberichts vorzustellen, wobei ein Kind die Rolle einer Person spielt, die damals gelebt hat (zum Beispiel: Ich heiße Asterix und ich habe zur Zeit der Galloromanen gelebt").

-  Das Buch den Eltern und den anderen Schülern(innen) der Schule zeigen, um ihr Interesse für die Bedeutung der Hygiene für die Gesundheit zu wecken.

 

 

7 - SPIELE ZUR GESCHICHTE DER HYGIENE

 

Ziele:

- Seine Kenntnisse über die Geschichte der Hygiene auffrischen.

- Sich des Beitrages, den die Entdeckungen für die wissenschaftliche Forschung geleistet haben, bewusst werden.

 

Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 3.

 

Dauer: 15 Minuten pro Spiel.

 

· Spiel Nr. 1: Kleines Quiz

 

Berichtigung:

1  Sie glaubten, dass dadurch das Eindringen von Mikroben in das Blut begünstigt würde

2  Zwei Wörter griechischen Ursprungs mit der Bedeutung „klein" und "Leben"

3. Im 17. Jahrhundert

4. Ein Ort, an dem sich die Mikroben leicht entwickeln.

 

·   Spiel Nr. 2: Welches Jahrhundert?

 

Berichtigung:

a - 3/b - 1/c - 5/d - 4/e - 2

 

 

 

 

 

8 - DAS ABFALLENTSORGUNGSZENTRUM

 

Einleitung:

Im Mittelalter wurden Abfälle und Exkremente einfach auf die Straße geworfen.

Dieser Mangel an Hygiene hatte dramatische Folgen und der schwarze Tod forderte Millionen Opfer. Bis zur Renaissance allerdings hatte sich die Bevölkerung geweigert, Steuern für die Abfallentsorgung zu bezahlen. Man musste bis zum 19. Jahrhundert und auf die von Pasteur durchgeführten Forschungen über von Mikroben hervorgerufenen Krankheiten warten, damit sich die Bevölkerung den Segnungen der Sauberkeit in den Städten bewusst wurde. Aufgrund dieser Sensibilisierung gelang es  dem französische Präfekt Monsieur Poubelle im Jahre 1884 durchzusetzen, dass Abfälle künftig in speziellen Behältern entsorgt werden mussten. Heute ist die Abfalltrennung ein alltäglicher Vorgang, denn es gibt 3 Behälter (die Abfalltonnen), in die der Abfall sortiert werden muss: Der erste dient der Entsorgung verwesbarer Stoffe, der zweite der von Altpapier und Lumpen und der dritte der von Glas, Steingut und Muschelschalen.

 

Ziel:

- Die Bedeutung der Abfallentsorgung erfassen und den Betrieb eines Abfallentsorgungszentrums anhand eines einfachen Experiments kennenlernen.

 

Arbeitsmaterial:

- Ein mittelgroßer Magnet

- Eine Schnur

- Eine leere Getränkedose

- Ein Stück Alufolie

- Papierfetzen

- Eine Plastikflasche

 

Dauer:  20 Minuten.

Ablauf:

- Einleitend den Kindern die Bedeutung der Abfallentsorgung erläutern und ihnen erklären, dass durch das Sortieren des Abfalls ihre gezielte Wiederverwendung nach dem Recycling möglich wird: Ziel ist hierbei der Schutz der Umwelt und die Bewahrung der natürlichen Ressourcen.

- Die Aktivität kann gemeinsam oder in Gruppen von 2-3 Schülern(innen) durchgeführt werden. Jede Gruppe muss mit dem entsprechenden Material versorgt werden.

- Definieren, was ein Magnet ist: Ein Gegenstand, von dem eine Kraft ausgeht und der bestimmte Metalle anzieht, wie Eisen, Blech, Nickel. Den Bereich, in dem seine Kraft wirkt, nennt man „Magnetfeld"

- Auf einen Tisch die Getränkedose stellen, die Stücke Alufolie, das Papier und die Plastikflasche.

- Den Magnet an das eine Ende der Schnur befestigen.

- Ihn über den Gegenständen aufhängen

- Die Schüler(innen) auffordern, ihre Beobachtungen wiederzugeben und an die Tafel zu schreiben.

- Die Schüler(innen) Hypothesen aufstellen lassen.

- Abschließend zwei Dinge erklären:

 

· Blech, Aluminium, Papier und Plastik bestehen aus Millionen winziger Körnchen: Sie heißen Atome. Jedes Atom funktioniert wie ein winzig kleiner Magnet. Diese Millionen von Magneten streuen in alle Richtungen aus.

 

· Blech besitzt eine besondere Eigenschaft: Seine Atome gehen, wenn sie in das Magnetfeld eines Magneten gebracht werden, alle in dieselbe Richtung, im Gegensatz zu den Atomen von Kunststoff und Papier. So fügen sich das Magnetfeld des Magneten und das der Blechatome zusammen. Das ist der Grund, warum die Getränkedose aus Blech von dem Magneten angezogen worden ist.