Vorstellung der Aktivitäten

Stufe III

 

1 - EINSTIGE UND HEUTIGE MENSCHHEITSPLAGEN

 

Ziele:

-   Die bedrohlichen Krankheiten kennenlernen, die ausgerottet worden sind und jene, die es immer noch gibt0. Dabei muss unterschieden werden zwischen entwickelten Ländern und Entwicklungsländern.

-   Die großen pathologischen Phänomene der heutigen Zeit darstellen.

 

Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblätter Nr 1  und  2 

 

Dauer: 45 Minuten

 

Ablauf:

-   Gemeinsam mit der Klasse mündlich den Begriff „Menschheitsplage" definieren.

-   Die Schüler(innen) nach früheren bedrohlichen Krankheiten befragen, die sie kennen.

-   Die Auswirkung bestimmter Infektionskrankheiten auf die Gesundheit der Bevölkerung erläutern. Beispiel:

 

·  Pest: Vor zweieinhalb Jahrhunderten verursachte sie eine Epidemie in Marseille mit dramatischen Auswirkungen, denn sie tötete innerhalb weniger Wochen mehr als 50 000 Menschen.

·  Cholera: Im Lauf des vergangenen Jahrhunderts waren Russland und ganz Europa davon betroffen und auch Frankreich beklagte zwischen 1826 und 1837 nicht weniger als 600 000 Opfer.

·  Lepra: Sie wütete jahrhunderte lang im westlichen Teil der Welt. Sie brach periodisch erneut auf in dem Maße, wie sich die Pilgerfahrten ins Heilige Land und der Handelsverkehr entwickelten. Sie ist auch heute noch in Afrika und Asien anzutreffen.

-   Eine Parallele herstellen zwischen den einstigen Krankheiten und dem Prinzip pathologischer Zyklen.

-   Gemeinsam feststellen, dass die früheren Infektionskrankheiten, die in den meisten zivilisierten Ländern inzwischen ausgerottet sind, in den armen Ländern weiterhin grassieren, in denen die Grundsätze der modernen Hygiene nicht immer respektiert werden (hier spielen besonders eine mangelnde Hygiene und die Tatsache, dass Impfungen nicht systematisch verabreicht werden, eine Rolle).

-   Darauf hinweisen, dass die ganze Menschheit von AIDS bedroht ist (im Gegensatz zu anderen Krankheiten, von denen einige Länder mehr betroffen sind als andere).

-   Deutlich machen, dass die Tuberkulose nicht ausgemerzt ist und dass sie weiterhin die mörderischste aller Infektionskrankheiten bleibt: Auch heute noch ist sie für den Tod von jährlich drei Millionen Menschen verantwortlich; ein Drittel der Weltbevölkerung ist von ihr betroffen (30 Millionen Kranke/jährlich 8 Millionen neue registrierte Fälle).

-   Zum Abschluss folgende Punkte herausstellen:

 

·  Dank der Impfung konnten bestimmte bedrohliche Krankheiten ausgemerzt werden.

·  Die Krankheiten sind von Kontinent zu Kontinent unterschiedlich: Einige Umweltbedingungen begünstigen eher die Entwicklung spezieller Erreger.

·  Wenn man in ferne Länder reist, muss man unbedingt alle erforderlichen Impfungen haben und sich vor anderen exotischen Krankheiten durch eine Impfung schützen.

 

 

 Berichtigung :

Einstige Krankheiten

Neue oder heute häufiger auftretende Krankheiten

 Tetanus
 Diphtherie
 Tollwut
 Poliomyelitis

 AIDS
 Krebs*

 

 

*Achtung, Krebserkrankungen sind keine Infektionskrankheiten und gehören demzufolge nicht in dieselbe Kategorie.

L. Pasteur: Tollwut

G. Ramon: Diphtherie

A.Calmette: Tuberkulose

Girard und Robic: Pest

R. Koch: Cholera

Salk, Lépine und Sabin: Poliomyelitis

 

-   Rot: Krebs/AIDS/virale Hepatitis

-   Blau: Malaria/Lepra/AIDS/Trachom/Dengue-Fieber

 

 

2 - DIE MODERNEN TECHNOLOGIEN

 

Ziel:

-   Die Kenntnisse über Spitzentechnologien auf dem Gebiet der Hygiene überprüfen.

 

Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 3.

 

Dauer: 45 Minuten

 

Ablauf:

-   Arbeitsblatt verteilen und die Übung durchführen lassen.

-   Klar machen, dass die Forschung heute über immer präzisere und effizientere Mittel verfügt (z.B. allgemein verbreitete Nutzung des Elektronenmikroskops, das allein die Beobachtung solcher Viren ermöglicht, die man mit dem gewöhnlichen Mikroskop nicht mehr erkennen kann, weil sie zu klein sind [in der Größenordnung eines Millimikron  = millionster Teil eines Millimeters!].

-   Betonen, dass eine der traditionellen Aufgaben von Forschungseinrichtungen, wie das Institut Pasteur, der Kampf gegen Infektionskrankheiten ist.

-   Gemeinsam mit der Klasse die Rolle der modernen Mikrobiologie für das öffentliche Gesundheitswesen verstehen lernen: Die Krankheitserreger erkennen, um die von ihnen verursachten Krankheiten besser zu erfassen und Therapiemöglichkeiten diskutieren. Auf folgende Begriffe eingehen:

 

·  Virologie: Bekämpfung von AIDS, viraler Hepatitis, Hepatitis B, Grippe, usw...

·  Bakteriologie: Bekämpfung aller durch Bakterien hervorgerufener Krankheiten (Beispiel: Tuberkulose), Untersuchungen über die Resistenz von Antibiotika.

·  Parasitologie: Bekämpfung der durch Parasiten verursachten Krankheiten (Beispiel: Malaria).

·  Entomologie: Untersuchung der Art und Weise, wie Insekten Krankheiten weitergeben und sie auf den Menschen übertragen können (Beispiel: Floh bei der Beulenpest / Stechmücke bei der Malaria / Tse-Tse-Fliege bei der Schlafkrankheit).

 

-   Gemeinsam die großen Gebiete moderner Forschung herausstellen (Beispiel: Mikrobiologie / Immunologie / Molekularbiologie).

Berichtigung:

-   Der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Mikroskop und einem Elektronenmikroskop ist eine Frage der Leistungsstärke. Bei einem Elektronenmikroskop sind die Lichtstrahlenbündel des gewöhnlichen Mikroskops durch einen Strom von Elektronen ersetzt, die sich im freien Raum ausbreiten. Dadurch erhält man Vergrößerungen um das 100 000-fache. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Mikroskop kann man mit einem Elektronenmikroskop Viren beobachten.

-   1 - c / 2 - e / 3 - a /4 - d / 5 - b.

-   Die gesuchten Wörter, die in der richtigen Reihenfolge in den Text einzusetzen sind: Institutionen - Information - Krankheiten - Entdeckungen - Menschheitsplagen.

-   Bedeutende Forschungseinrichtungen: Institut Pasteur, C.N.R.S., I.R.D....

-   Die großen Entdeckungen von Louis Pasteur:

 

·  1864 weist er nach, dass die Theorie der Spontanbildung (Theorie der seit dem Altertum diskutierten Heterogenie, der gemäß Mikroben und andere lebende Organismen ohne Erzeuger entstehen können) nicht stimmt und er entwickelt das Verfahren der Pasteurisierung.

·  1879 entdeckt er das Wirkprinzip des labortechnisch hergestellten Impfstoffes.

·  1881 entwickelt er den Impfstoff gegen den Milzbrand von Schafen.

·  1884 entwickelt er einen Impfstoff aus abgeschwächten Erregern gegen die Tollwut, den er aus steril getrockneter Rückenmarkssubstanz eines infizierten Kaninchens gewonnen hatte...

 

 

3 - DER GESUNDHEITSPASS

 

 

Ziele:

-   Funktionsweise und Zweckdienlichkeit des Gesundheitspass verstehen.

-   Sich über die Immunologie informieren.

 

Arbeitsmaterial:

-   Schüler-Arbeitsblatt Nr 4.

-   Schulheft für das wissenschaftliche Fach

 

Dauer: 1 Stunde

 

Ablauf:

-   Vor der Aktivität die Schüler(innen) bitten, ihren Gesundheitspass mitzubringen.

-   Am Tag der Aktivität gemeinsam den Gesundheitspass durchgehen. Dazu folgende Fragen stellen:

 

·  Ist der Gesundheitspass Privateigentum?

 

·  Wann wird er ausgestellt? Welchen Zweck hat er?

 

·  Welche Informationen enthält er?

 

-   Darauf bedacht sein, das die Kinder eine konkreten Bezug herstellen zwischen ihrem Gesundheitspass und ihrer bisherigen gesundheitlichen Entwicklung.

-   Sich eingehender mit den Seiten des Gesundheitspasses befassen, die Angaben über die erfolgten Impfungen enthält. Mit der Klasse gemeinsam erläutern:

 

·  Welche Impfungen sind obligatorisch? Warum?

 

·  Welche Impfungen werden empfohlen? Warum?

 

·  Welche Impfungen werden bei Reisen ins Ausland empfohlen? Warum?

 

-   Die Antworten an die Tafel schreiben oder ins Heft eintragen lassen.

-   Auf das Wirkprinzip der Impfung näher eingehen.

 

·  Was ist ein Impfstoff?

(Er ist kein Medikament, sondern er enthält eine minimale Dosis der Krankheit, vor der der Organismus geschützt werden soll. Durch Erzeugen von Abwehrkräften schützt sich der Körper vor einer stärkeren Invasion der diese Krankheit hervorrufenden Erreger).

 

·  Welchen Wissenschaftlern lassen sich die im Gesundheitspass aufgeführten Impfungen zuordnen?

[Tollwut = L. Pasteur (1884); Diphtherie = G. Ramon (1926); Tuberkulose = A. Calmette (B.C.G.-Impfstoff 1912); Pest = Gérard und Robic (1930)...]

 

-   Zur Vertiefung des Themas: Den Begriff der Immunologie näher erläutern:

 

·  Impfstoffe mit abgeschwächten Erregern: Ergebnis eines von Pasteur entwickelten Verfahrens, bei dem lebende Impfstoffe verwendet werden, gewonnen aus künstlich im Labor abgeschwächten Mikroben (Beispiele: BCG, Poliomyelitis, Gelbfieber, Röteln, Masern, Mumps...).

·  Impfstoffe mit abgetöteten Erregern: Impfstoffe, die aus mit Hitze oder mittels anderer Verfahren abgetöteten Mikroben gewonnen werden (Beispiele: Keuchhusten, Typhus, Grippe, Tollwut...).

·  Impfstoffe, der Anatoxine enthalten: Einige Mikroben produzieren Toxine, das sind virulente Giftstoffe, die an die Umwelt abgegeben werden. Diese Toxine können in Impfstoffe umgewandelt werden, wenn man ihnen den toxischen Effekt nimmt (Beispiele: Tetanus, Diphtherie...).

·  Genetisch hergestellte Impfstoffe: Impfstoffe, die aus biologisch von Hefepilzen oder Säugetierzellen hergestellten Proteinen gewonnen werden, denen von Krankheitserregern stammende Gene zugeführt wurden. Die Proteine werden gereinigt und dienen dann der Zubereitung der Impfstoffe (Beispiel: Der Impfstoff zum Schutz vor Hepatitis B, der 1985 vom Institut Pasteur entwickelt worden ist).

 

Berichtigung:

-   Lymphknoten, Milz, Knochenmark!

-   Die in die Fahnen einzutragenden Wörter wie sie im Text der Reihenfolge nach aufgeführt werden: Impfstoff / klein / Antigene / Antikörper / Immun-, / erkennen.

 

 

4 - DIE GROSSEN ENTDECKUNGEN

 

 

Ziele:

-   Die großen Entdeckungen auf den Gebieten der Wissenschaft und der Hygiene sowie die Protagonisten des wissenschaftlichen Fortschritts vorstellen.

-   Den Zweck keimtötender Produkte erkennen.

 

Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 5.

 

Dauer: 30 Minuten.

 

Ablauf:

-   Die Aktivität kann von den Schülern(innen) einzeln oder gemeinsam durchgeführt werden.

-   Arbeitsblatt verteilen und die Übungen durchführen lassen.

-   Die Bedeutung der genannten Entdeckungen für die Fortschritte auf dem Gebiet der Wissenschaften und der Hygiene erkennen.

-   Bezüglich der einzelnen Entdeckungen kann der Lehrer das jeweilige Thema vertiefen, indem er die Schüler(innen) auffordert, gruppenweise oder einzeln genauere Informationen einzuholen (Die Gegebenheiten der Entdeckung / ihr Urheber / ihre zeitliche Einordnung...).

-   Den Schülern(innen) dabei behilflich sein, die Entdeckung im Bereich der Hygiene kurz zu erläutern, die ihrer Meinung nach die bedeutendste ist (Gruppenarbeit möglich).

-   Zum Abschluss gemeinsam über die verschiedenen Arten keimtötender Produkte sowie über ihre Wirksamkeit sprechen.

-   Mit Nachdruck die Kinder darauf hinweisen, dass:

 

·  diese Produkte bei falscher Anwendung gesundheitsgefährdend sein können.

·  diese Produkte nur in Anwesenheit Erwachsener und unter Berücksichtigung der Benutzerhinweise des Herstellers benutzt werden dürfen.

·  Die keimtötenden Produkte zur Vernichtung von Viren und Parasiten sind völlig wirkungslos.

 

Berichtigung:

-   1 - c / 2 - e / 3 - d / 4 - a / 5 - b.

-   Definition: Ein keimtötendes Produkt enthält chemische oder physikalische Substanzen, die Bakterien abtöten können (Beispiele: Antibiotika wie Penicillin oder Streptomycin).

-   Desinfizierendes Produkt / Alkohol / Penicillin / Zitronensaft.

 

 

5 - DAS GÄNSESPIEL VON MUTTER HYGIENE

 

Ziel:

Die Entwicklungen der Hygiene im Laufe der Zeitgeschichte kennenlernen.

 

Arbeitsmaterial:

-   Das Gänsespiel, das die Lehrkraft mit Hilfe der von den Kindern angefertigten Zeichnungen (Format 10 x 10) vorbereitet hat.

-   40 Karten mit Fragen.

-   Ein Würfel.

-   Eine Spielfigur für jede Spielergruppe, maximal 6.

-   Lexika, Enzyklopädien, Informationsmaterial zum Thema Hygiene.

 

Dauer der Spielvorbereitung: Unterschiedlich

 

Spieledauer: 30 Minuten.

 

Ablauf:

-   Einige Tage vor der Aktivität jedem Kind die Aufgabe übertragen, eines der Objekte / Personen / Szenen des neuen Gänsespieles zu zeichnen (siehe nachstehende Erläuterungen).

-   Nicht vergessen, jede Zeichnung mit der Nummer des entsprechenden Kästchens und dem Titel zu versehen.

-   Das Spiel enthält 48 Kästchen, es ist hierbei möglich, von einer(m) Schüler(in) mehrere Zeichnungen anfertigen zu lassen (je nach der Anzahl der Kinder in der Klasse).

-   Das Spiel mit den Zeichnungen der Kinder herstellen.

-   Spielen!

Beschreibung des Gänsespiels:

Das Spiel besteht aus 48 Kästchen:

-   40 stehen für Objekte oder Szenen aus der Geschichte der Hygiene, die gleiche Anzahl von nummerierten Fragen steht auf den dazugehörigen Karten.

-   6 stehen die Buurkis (3) und die Netoons (3).

-   1 steht für die Cholera.

Spielregeln:

-   Der Lehrer leitet das Spiel. Durchgeführt wird es in Gruppen mit jeweils 4 Kindern.

-   In jeder Gruppe und in jeder Spielrunde würfelt ein Kind jeweils einmal.

-   Die Spielfiguren rücken um so viele Kästchen vor, wie die Augen des Würfels anzeigen.

-   Dann begeben sich die Spieler zum Nachbartisch, auf dem die Fragen liegen. Sie suchen nach den Antworten in den mitgebrachten Informationsunterlagen/Lexika.

-   Um das Spiel fortzusetzen - wenn also ein neues Spiel beginnt - muss die Antwort auf die der Nummer des Kästchens entsprechenden Frage gefunden werden.

-   Wenn man auf einem Kästchen landet, auf dem sich ein Netoon oder ein Buurki befindet:

 

·  Ist es ein Netoon - Kästchen 6, 30, 42 - darf die Gruppe noch einmal spielen.

·  Ist es ein Buurki - Kästchen 12, 24, 36 - geht der Spielstein auf das Kästchen zurück, auf dem er zuvor gestanden hat.

 

-   Landet die Spielfigur auf dem Cholera-Kästchen (18), wird sie unter Quarantäne gestellt und kommt erst frei, nachdem die anderen Gruppen drei Spielrunden gespielt haben oder wenn die Spielfigur einer anderen Gruppe auf dem Kästchen 18 landet, die dann ihrerseits in Quarantäne geschickt wird.

-   Die Gruppe, die als erste das Kästchen 48 erreicht, hat das Spiel gewonnen.

 

Zusammensetzung der 48 Kästchen und die entsprechenden Fragen:

1.                  Die Dusche. In welchen Einrichtungen traten die ersten Duschen in Erscheinung?

Die modernen Duschen sind sozusagen Nachkömmlinge jener zu Behandlungs- oder Disziplinarzwecken in Krankenhäusern und Irrenanstalten Mitte des 19. Jahrhunderts verwendeten Duschen.

2. Das Bidet. Wie nannten es die Adligen des 18. Jahrhunderts?

Wasserbecken für Oberschenkel".

3. Tollwut. Wann hat Louis Pasteur den ersten Impfstoff gegen Tollwut an einem Menschen getestet?

1885 (6. Juli) an einem Jungen namens Joseph Meister, der von einem tollwütigen Hund gebissen worden war.

4. Die Zahnbürste. Wann wurde die Zahnbürste erfunden?

Unter der Bezeichnung „englische Zahnbürste" trat sie Anfang des 19. Jahrhundert in Erscheinung.

5. Netoon.

6. Die Mücke. Welche exotische Krankheit kann die Mücke übertragen?

Die Malaria.

7. Das Mikroskop. Welches ist der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Mikroskop und einem Elektronenmikroskop?

Die Leistungsstärke. Mit dem Elektronenmikroskop sind 100 000-fache Vergrößerungen möglich. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Mikroskop lassen sich mit ihm Viren beobachten.

8. Der Kamm. Nenne 8 Materialien, aus denen Kämme hergestellt werden.

Holz, Knochen, Horn, Schilfrohr, Schildplatt, Jade, Elfenbein, Bronze, Silber, Gold.

9. Der Nachttopf. Welchen anderen Namen gab man ihm?

„Nachtgeschirr", „Thomas" oder, für die Frauen „Bourdaloue".

10. Buurki.

11. Das Antibiotikum. Welche Persönlichkeit hat die Wirkkraft des Penicillins 1928 entdeckt?

Alexander Fleming.

12. Die Toiletten. In welchem Land wurden sie erfunden?

Die Idee stammt ursprünglich aus Britannien (daher die Bezeichnung „water-closet" = WC).

13. Die Wäsche. Was benutzten Hausfrauen und Wäscherinnen, um schmutzige Wäsche zu waschen, bevor es die modernen Waschmittel zu kaufen gab?

Sie benutzten gesiebte Asche - zuweilen unter anderem angereichert mit Seifenkrautwurzeln - die, in grobes Leinen eingepackt, zusammen mit der schmutzigen Wäsche in einem Bottich zum Kochen gebracht wurde.

14. Die römischen Thermen. Konnten in der Römerzeit Frauen und Männer gemeinsam baden?

Nein. Die Frauen besuchten die Bäder von der 6. bis zur 9. Stunde (ungefähr von 11.00 bis 15.00 Uhr); die Männer von der 9. Stunde bis zur Schließung.

15. Die Impfung. Wer hat das Wirkprinzip der Impfung entdeckt?

Der englische Arzt Edward Jenner 1796, dessen empirische Beobachtungen Louis Pasteur später als Vorlage dienten.

16. Die Cholera.

17. Die Grippe. Welcher Mikroorganismus verursacht die Grippe? Eine Bakterie, ein Virus, ein Parasit oder ein Pilz?

Ein Virus.

18. Der Floh. Welche bedrohliche Krankheit kann der Floh übertragen?

Die Beulenpest.

19. Das Taschentuch. Welchen Bestimmungszweck hatte das Taschentuch ursprünglich? Er bestand darin, Fliegen zu verjagen. Die Verwendung des Taschentuchs zum Naseputzen, was in Italien in der Mitte des 16. Jahrhunderts aufkam, setzte sich nur schwer durch.

20. Buurki.

21. Die Pilze. Wie nennt man den Wissenschaftszweig, der sich mit dem Studium der Pilze zu medizinischen Zwecken befaßt?

Die Mykologie.

22. Der Koch-Bazillus. Welche Krankheit wird durch den Koch-Bazillus verursacht?

Die Tuberkulose.

23. Der Warmwasserbereiter. Wann traten die ersten mit Gas beheizten Badeöfen in Erscheinung?

1875 in wohlhabenden Häusern.

24. Die Badewanne. Aus welchem Material hat man in Mesopotamien die ersten Badewannen hergestellt (vor mehr als 2000 Jahren v. Chr.)?

Aus Terrakotta.

25. Netoon.

26. Die trockene Körperpflege. Warum benutzten die Menschen der Renaissance kein Wasser, um sich zu waschen?

Im 16. Und 17. Jahrhundert dachten die Menschen, dass das Wasser Krankheiten übertragen könnte. Man begnügte sich demzufolge damit, die Haut mit einem parfümierten Tuch abzureiben und sie einzupudern.

27. Die Abwasserkanalisation. Unter welchem Herrscher sind die ersten modernen Abwasserkanäle gebaut worden?

Unter Napoleon 1. (um 1810).

28. Die Brille. Wer hat um 1600 die ersten Korrekturgläser erfunden?

Galilei.

29. Die Klärgrube. Wer hat sie 1882 erfunden?

Pfarrer Moignon.

30. Louis Pasteur. 1864 wies er nach, dass eine seit dem Altertum umstrittene Theorie nicht stimmte. Um welche Theorie handelt es sich?

Um die Heterogenie, das heißt die Theorie der Spontanbildung, der gemäß lebende Organismen ohne Erzeuger entstehen können.

31. Buurki.

32. Das Toilettenpapier wurde 1857 erfunden. In welchem Land?

In Amerika. In Frankreich galt es lange Zeit als Luxusartikel und es brauchte ein Zeit, um sich durchzusetzen, lange zog man einfaches Zeitungspapier vor.

33. Der Impfstoff. Ist der Impfstoff ein Medikament?

Nein, er ist kein Medikament, er enthält eine sehr geringe Dosis der Krankheit, vor der man den Organismus schützen will. Durch die Bildung von Abwehrmechanismen schützt sich der Organismus vor einer umfassenderen Invasion der Krankheitserreger.

34 Die Mikrobe. Wann hat Charles-Emmanuel Sédillot das Wort „Mikrobe" erfunden?

1878.

35. Das Shampoo. Das Wort Shampoo ist nicht französischen Ursprungs. Woher stammt es und wer führte es in Europa ein?

Das Wort stammt aus dem Indischen und wurde von den Engländern nach Europa gebracht.

36. Netoon.

37. Eine Einrichtung, die sich mit Gesundheitsproblemen befasst. Was bedeutet die Abkürzung O.M.S.?

Organisation Mondiale de la Santé = Weltgesundheitsorganisation (WHO).

38. Mittelalterliche Schwitzbäder. Waren sie öffentlich?

Ja. 1292 gab es in Paris 26 Badehäuser. Man badete hier im Kreise von Freunden, diskutierte, ließ sich massieren oder rasieren...

39 Institut Pasteur. Wann wurde das Institut Pasteur gegründet?

1888.

40. Die Pest. Vor zweieinhalb Jahrhunderten war die Pest die Ursache einer grauenhaften Epidemie in Marseille. Wie viele Menschen raffte sie innerhalb weniger Wochen dahin?

50 000 Menschen.

41. Das Badezimmer. Das moderne Badezimmer wurde 1840 konzipiert. In welchem Land?

Seine Standardausrüstung (Badewanne, Waschbecken, Bidet) wurde in Britannien entwickelt, setzte sich aber erst um 1900 durch.

 

6 - DIE FÜR DIE HYGIENE BENUTZTEN GEGENSTÄNDE

 

Ziele:

-   Seine Kenntnisse über die Geschichte der Hygiene auffrischen.

-   Das Interesse der anderen Schüler(innen) der Schule und der Eltern für die Bedeutung der Hygiene wecken.

 

Arbeitsmaterial:

-   Buntes Kartonpapier, Zeichenblätter.

-   Filzstifte, Farben...

-   Zeitschriften zum Herausschneiden von Artikeln und Bildern.

 

Dauer: Unterschiedlich.

 

Ablauf:

-   Den Kindern vorschlagen, eine Ausstellung über die zur Hygiene gehörenden Gegenstände vorzubereiten.

-   Die verschiedenen Elemente für eine derartige Ausstellung auflisten (Plakate, Texte, Zeichnungen, Photos...).

-   Anhand der von den Kindern aufgezählten Elemente, jede(n) (Schüler(in) auffordern, eine Zeichnung anzufertigen oder eine Collage, bzw. Photomontage zu erstellen, auf denen ein Hygieneobjekt dargestellt wird - aus dem Alltag, aus dem Bereich der Wissenschaft, aus der Medizin oder der Öffentlichkeit, - das dem Kind gefällt oder das ihm(ihr) wichtig erscheint.

-   Die Kinder schreiben im Anschluss daran einen kleinen Text, in dem sie die Geschichte ihres Objektes  erläutern (Zeitpunkt des Erscheinens, charakteristische Merkmale seiner Geschichte, usw...).

-   Die Zeichnungen/Texte in der Schule aufhängen, um bei den anderen Schülern(innen) und den Eltern das Interesse dafür zu w ecken, wie wichtig die Hygiene für die Gesundheit ist.

-   Die Ausstellung soll die Zweckdienlichkeit der Befolgung der richtigen Hygiene herausstellen sowohl in der Außenwelt als auch bei sich zu Hause.

 

 

7 - RICHTIG ODER FALSCH?

 

Ziel:

-   Seine Kenntnisse über die Geschichte der Hygiene auffrischen.

 

Arbeitsmaterial: Schüler-Arbeitsblatt Nr 6.

 

Dauer: 15 Minuten.

 

Ablauf: Die Übung kann gemeinsam in der Klasse oder von den Schülern(innen) einzeln durchgeführt werden.

 

Berichtigung:

1.   Richtig. Das Altertum hat in zahlreichen Zivilisationen eine Blüte der Hygiene erlebt (religiöse Läuterung).

Das Wort stammt aus dem Griechischen und ist abgeleitet von dem Namen der römischen Göttin der Gesundheit „Hygieia".

2.   Richtig. Man nennt sie auch mittelalterliche Schwitzbäder oder öffentliche Bäder.

3.   Falsch. Man glaubte, dass Wasser in den Körper über die Poren der Haut eindringen und so schreckliche Krankheiten übertragen würde. Das Wasser hatte auch den Ruf, der sexuellen Potenz zu schaden. Eine Schmutzschicht auf der Haut sollte vor Krankheiten schützen.

4.   Richtig. Während der Renaissance wurde die Körperpflege trocken durchgeführt. Um Gerüche zu übertünchen, wurde die Benutzung von Puder und Parfüm in der noblen Gesellschaft zur Pflichtübung. Was sich unter dieser Aufmachung verbarg, war niemals sauber noch wohl duftend!

5.   Falsch. Das geschah erst 1852.

6.   Richtig.

7.   Richtig.

8.   Falsch. Es war Claude Bernard. Und es war Edward Jenner, der das Wirkprinzip der Impfung bereits 1796 entdeckt hatte.

9.   Falsch. Dieser typisch französische Gegenstand ist ein Schwamm, und er ist von zweifelhaftem Hygienewert.

10. Richtig. Es genügte ihm, sich über seinen Stadtanzug eine Art Kittel zu ziehen, ohne dass er sich um die Sauberkeit seiner Hände, des Operationssaales oder die der benutzten Instrumente kümmerte. So geschah es, dass während des Krimkrieges mehr Tote infolge chirurgischer Eingriffe zu beklagen waren (ca. 50 000) als auf dem Schlachtfeld (10 240)!

 

 

8 - DIE HYGIENE-INSTITUTIONEN

 

Ziel:

-   Die wichtigsten Protagonisten auf dem Gebiet der Hygiene der Neuzeit kennenlernen.

Dauer: Unterschiedlich.

Ablauf:

-   Die Klasse in kleine Forschungsgruppen einteilen.

-   Jede Gruppe erhält die Aufgabe, sich mit einer Forschungs- oder Gesundheitseinrichtung (WHO, CNRS, INSERM, Institut Pasteur, IRD,...) zu befassen. Die Ergebnisse werden in der Klasse mündlich vorgetragen.

 

 

 

9 - WIE SIEHT DIE HYGIENE VON MORGEN AUS?

 

Ziel:

-   Sich die Weiterentwicklung der täglichen Hygiene vorstellen.

 

Arbeitsmaterial:

-   Heft oder Blatt für Entwürfe.

 

Dauer: 30 Minuten.

 

Ablauf:

-   Den Kindern vorschlagen, einen Artikel zu verfassen, der folgendermaßen lauten kann:

„Netoon kommt von einer Zeitreise in das Jahr 2384 zurück."

-   Welche Geheimnisse verbergen sich hinter richtiger Hygiene? fragen die Wissenschaftler.

-   Und Netoon erzählt von der Körperpflege der Menschen in der Zukunft...".

-   Der Lehrer kann die Übung vertiefen, indem er die Kinder auffordert, ihre Artikel mit Illustrationen zu versehen.