Anaphylaxie : Die Sensibilisierung des Organismus gegenüber einer Substanz wie zum Beispiel einer zweiten, selbst geringfügigen Dosis dieser Substanz ruft eine schwerwiegende und bedrohliche Reaktion hervor.
Natürliche Substanz (vor allem hergestellt mit Hilfe von niederen Pilzen und bestimmten Bakterien) oder synthetische Substanz, die die Eigenschaft aufweist, das Wachstum von Mikroorganismen zu unterbinden oder diese zu vernichten
Atembeschwerden, die hervorgerufen werden durch große Probleme beim Ausatmen und die anfallsmäßig auftreten. Es tritt in jedem Alter auf, manifestiert sich plötzlich, verschwindet wieder oder hält mit unvorhersehbaren veränderlichen Symptomen an. Seine Ursache ist eine intermittierende Verengung der Bronchien, welche bedingt ist durch einen Spasmus der glatten Muskeln und einer Obstruktion durch die Bronchiensekretion.
Derzeit werden mehrere Faktoren für das Auslösen eines Asthmaanfalls in Betracht gezogen:
- allergische Hypersensibilität;
- psychophysiologische Probleme
Jegliche Form von Hautkrankheit
Dioxin :
Nebenprodukt der Herstellung
eines Chlorderivats des Phenols, sehr giftig. Dioxine kommen in der Natur vor.
Sie bestehen aus zwei Benzolkernen, zwei Sauerstoff- und zwei Chlor-, Fluor-
oder Brommolekülen (vier bei der toxischsten Variante). Sie werden beispielsweise
in sehr geringer Menge bei der Verbrennung von Holz freigesetzt, vor allem bei
Waldbränden. Sie können auch entstehen bei der Wiederverwertung von Metallen,
der Verbrennung von Kunststoffen oder der Herstellung von Pestiziden.
Am Anfang der Nahrungskette wird das Vieh kontaminiert durch die Rauchrückstände im Gras der Weideländer. Diese Moleküle setzen sich in den tierischen Fetten ab (Fleisch, Milch, Eier, Fisch). Die Nahrungsmittel sind demzufolge die Hauptgefahrenquelle (80 bis 95 %)
Durch den Echonococcus hervorgerufene Krankheit, lebender Hundebandwurm im Erwachsenenstadium im Darm der Fleischfresser vorkommend, dessen Larve sich in der Leber mehrerer Säugetiere entwickelt
.
Ekzem: Das Ekzem ist eine pruriginöse, erythematose, vesikuläre Dermatose, die sich flächenhaft oder mit Verhornungen ausbildet, stark rezidivierend. Seine bedeutende histologische Läsion äußert sich in der Spongiose der Malpighischen Körperchen. Das Ekzem ist die häufigste Dermatose und sie umfasst zwei klar definierte Kategorien:
- Ekzembildung durch Kontaktallergie
- Konstitutionelles Ekzema, auch atopische Dermatitis genannt
HACCP (Hazard Analysis Critical Control Points): Gefährdungsanalyse der kritischen Kontrollpunkte. Methode, die es ermöglicht, die im Zusammenhang mit den verschieden Phasen der Herstellungsverfahren von Nahrungsmitteln stehenden Risiken zu erkennen und zu analysieren, die für den Umgang mit ihnen erforderlichen Mittel festzulegen und den wirksamen und erfolgreichen Einsatz dieser Mittel zu gewährleisten.
Immundepression: Verringerung der Immunreaktion des Organismus.
Immunglobuline: Antikörper, die in den Flüssigkeiten des Organismus vorhanden sind und seine Immunität gewährleisten.
Immunisation: Natürliche oder erworbene Widerstandsfähigkeit eines Organismus gegenüber einem Infektionserreger.
Immunsuppression: Unterdrückung der Immunreaktionen des Organismus.
Impfkultur: Konzentrierte Bakterienlösung. Je nach Verwendungszweck, bezeichnet man damit verschiedene Mikroorganismuskulturen.
Die Milchbakterien säuern die Milch und verursachen ihre Koagulation. Sie dienen als Beimpfungsstoffe bei der Herstellung von Yoghurt.
Jede Käsesorte ist Trägerin einer spezifischen Mikroflora, die zu ihre besonderen Geschmack beiträgt. Heutzutage fügt man bei der Herstellung von Käse diese Mikroorganismen in Form von Reinkulturen hinzu. In den kleinen Bergkäsereien verwendet man zuweilen ein Nebenprodukt der Käseherstellung, die Molke (Milchserum), zur Beimpfung der nachfolgenden Produktionen.
Verabreichung eines Impfstoffes: Eine ursprünglich mikrobielle Substanz (lebende Mikroorganismen, entweder in abgeschwächter oder abgetöteter Form, lösliche Substanzen), mit der eine Person oder ein Tier geimpft wird, um sie gegen eine Krankheit zu immunisieren. Die erste Impfung wurde gegen die Pocken eingesetzt, der Impfstoff wurde 1796 von Jenner entwickelt, der dem Menschen das Exsudat einer verwandten, aber gutartigen Krankheit, die Kuhpocken, einimpfte.
Die heutigen Impfungen erfolgen mit Impfstoffen, die aus lebenden Mikroorganismen mit abgeschwächten oder abgetöteten Erregern gewonnen werden (Bakterien, Viren, Protozoen) oder aus löslichen Substanzen (abgeschwächte Toxine, sogenannte Anatoxine, antigene Fraktion). Es gibt Mehrfachimpfstoffe (die mehrere Impfstoffe miteinander verbinden), die gegen mehrere Krankheiten immunisieren. Die effizientesten Impfstoffe sind die viraler Herkunft.
Der Impfstoff gegen Malaria (Erreger sind Protozoen) wurde erst vor kurzem entwickelt.
Auf Pasteur geht die Entwicklung des Impfstoffes gegen Tollwut zurück.
Isoform: Molekül von identischer Zusammensetzung, aber unterschiedlichen Aufbaus im Vergleich zu einem zweiten.
Infektionskrankheit, die gewöhnlich durch einen Streptococcus-Erreger hervorgerufen wird und die nach einer Entbindung auftreten kann
Kommensalflora: alle nicht pathogenen Mikroorganismen beim gesunden Menschen, die auf der Hautoberfläche angesiedelt sind und die sie vor von außen auf sie einwirkenden, schädigenden Einflüssen und vor anderen Mikroorganismen schützen..
Kreuzkontamination: Eine Kreuzkontamination ist die indirekte Kontamination einer Oberfläche, eines Nahrungsmittels oder einer Person über einen Zwischenträger, der in den meisten Fällen die Hand ist oder ein Gegenstand, der in Berührung gekommen ist mit einer Oberfläche, einem Nahrungsmittel oder einer infizierten Person.
.
Lebensmittelvergiftung: Vergiftung, die zu einer Infektion führt und die über die Nahrungsaufnahme erfolgt ist.
Erkrankung hervorgerufen durch Leishmanien. Die Leishmanien treten vor allem in warmen Ländern auf und werden von Insekten, den Pappatacimücken (Phlebotomus), übertragen.
Milchsäurealkohol, 1780 von Schell entdeckt. Nach eingehender Prüfung der Ergebnisse der Arbeiten früherer Forscher fand Pasteur völlig andere Erklärungen.
Mit seinen letzten Arbeiten hat er nachgewiesen, dass es einen Milchsäurehefepilz gibt, der immer dann vorhanden ist, wenn Zucker in Milchsäure, besonders in eine stickstoffhaltige Materie, umgewandelt wird, ein für die Entwicklung des Gärungsvorgangs unentbehrlicher Stoff. Er beobachtete, dass sich bei der Milchsäuregärung auf der Oberfläche oft eine Ablagerung bildet, die aus Kreide und stickstoffhaltiger Materie besteht, eine Ablagerung von Flecken einer grauen Substanz, die in der Flüssigkeit aufgeschwemmt ist und sich vollständig vom Rest abhebt. Pasteur war der Ansicht, dass diese graue Materie eine wichtige Rolle spielte.
Aus diesem Grund extrahierte er den Hefepilz aus seinem löslichen Anteil, wobei er ihn auf dem Siedepunkt mit ca. 1/5 seiner Wassermasse hielt.
Danach löste er in dieser Lösung erneut circa 100 gr Zucker pro Liter auf und filtere das Ganze sorgfältig. Die Lösung wurde in einem Trockenofen auf einer Temperatur zwischen 30 ° und 35 ° Grad gehalten. Mit Hilfe eines Kohlensäurestromes entfernte er die Luft aus dem Flakon und ungefähr 24 Stunden später konnte er eine ungewöhnliche Entwicklung feststellen. Die Flüssigkeit schwankte stark, die Kreide verschwand und es bildete sich eine sich ständig vergrößernde Ablagerung.
Betrachtet man das Gesamtwerk Pasteurs, wird klar, dass der Milchsäurehefepilz ganz einfach an der Luft entsteht. Wird jede Berührung mit Luft unterbunden oder bringt man die synthetische Nährlösung zum Sieden (die von Pasteur zusammengestellt worden war und die aus Zucker, Salmiak, Phosphat und Kreide bestand), und führt man dann Luft durch einen bis zur Rotglut erhitzen Leiter ein, entsteht kein einziger Hefepilz, kein einziger lebender Organismus.
Um dieses Experiment durchzuführen, hatte Pasteur eine künstliche Nährlösung geschaffen, die ihm zu seinen Studienzwecken diente und die absolut reproduzierbar war; mit ihrer Hilfe konnten zahlreiche Fehlerquellen ausgeschaltet werden. Diese unterschiedlichen Nährlösungen (kontrollierte Nährlösungen) werden auch heute noch in allen biologischen, chemisch-biologischen und mikrobiologischen Labors laufend verwendet.
Von 1857 bis 1862 untersuchte Pasteur die Milchsäure- und Alkoholgärung und wies nach, dass:
- Jegliche Gärung auf das Vorhandensein von Mikroorganismen zurückzuführen ist;
- Jeder Gärung ein besonderer Gärungsstoff zugeordnet werden kann.
Er stelle ebenfalls fest, dass für die Untersuchung einer Gärung folgendes erforderlich ist:
- einen Nährboden vorbereiten, der steril und für den jeweiligen Gärungsstoff geeignet ist;
- diesen Nährboden mit einer geringen Menge des absolut reinen Gärungsstoffes beimpfen.
Die Milchsäurevergärung wird von zahlreichen Mikroorganismen genutzt, sowie auch von höheren Organismen, wenn der Sauerstoff begrenzt ist (zum Beispiel im Muskel bei intensiver Betätigung). Sie führt zur Bildung von Milchsäure und sie spielt bei der Herstellung von Käse, Yoghurt, etc. eine Rolle. ...
Nosokomialinfektion: Bei einem Krankenhausaufenthalt zugezogene Krankheit.
1865 hat Pasteur das Verfahren der Pasteurisierung zur Beseitigung unerwünschter Bakterien entwickelt. Die Pasteurisierung ist der Prozess der Sterilisierung eines gärungsfähigen Getränks (Milch, Bier, usw.) durch Erhitzen ohne Sieden (von 55 ° C bis 70 ° C), gefolgt von einem plötzlichen Abkühlen. Der ganze Vorgang erfolgt in einem Vakuum. Die Pasteurisierung verändert weder die Zusammensetzung, noch den Geschmack oder den Nährwert der Flüssigkeit, gewährleistet aber gleichzeitig deren bessere Konservierung.
Die Pasteurisierung von Milch erfolgt beispielsweise durch Erhitzen bis zu 63 ° C mit anschließender rascher Abkühlung auf eine Temperatur unter 10 ° C. Dann wird die Milch homogenisiert und in Flaschen abgefüllt.
Durch die Pasteurisierung konnte die Sterblichkeitsrate bei Kindern erheblich gesenkt werden, vor allem in den Arbeitervierteln.
Darüber hinaus hat die Pasteurisierung dazu geführt, dass sich die Menschen am Ende des 19. Jahrhunderts bewusst wurden, wie wichtig die Einhaltung von Hygienevorschriften war.
Pathogen: Mikroorganismus, der eine oder mehrere Krankheiten auslösen kann.
pH-Wert: Kürzel für "pondus Hydrogenii" (Gewicht Wasserstoff). Koeffiziernt, der die Acidität und die Basizität eines Produktes bestimmt. Der pH-Wert bewegt sich auf einer Skala von 0 bis 14 und mit ihm wird die Acidität einer Nährlösung bestimmt. Der pH-wert 7 entspricht einer neutralen Nährlösung. Je saurer eine Nährlösung ist, je niedriger liegt der pH-Wert unter 7
Rhinitis: Entzündung der Nasenhöhlenschleimhaut
Infektion hervorgerufen durch Bakterien, die Salmonellen, die verschiedene Krankheiten verursachen können: Flecktyphus, Paratyphus und Gastroenteritis
Schweißdrüse: Schweißabsondernde Drüsen.
Seife: Produkt, das gewonnen wird über die Wirkung einer Base auf einen Fettkörper.
Kleine Geschichte der Seife (Quid): Die Seife war schon lange vor dem christlichen Zeitalter bekannt, über ihre genaue Herkunft ist man sich jedoch nicht sicher, man vermutet sie in Gallien.
Ursprünglich war die Seife eine Mischung aus Talg und Asche. Man gewann durch Auslaugung der Aschen von Meerespflanzen mineralisches Alkali oder Natrium, was den Grundstoff für Festseifen lieferte. Über die Asche von Landpflanzen gewann man pflanzliches Alkali für die Herstellung von Schmierseife.
Die Entwicklung der Seifenherstellung ging nur sehr langsam voran. Schritt für Schritt verwendete man die Aschenlauge anstelle der alleinigen Asche. Dann wurde Talg allmählich durch pflanzliche Fette, insbesondere Olivenöl, ersetzt.
Anschließend wurde Kalk verwendet, um die Ätzkraft der Laugen zu erhöhen.
Lange Zeit hatten Italien und Spanien in der Seifenherstellung die Vormachtstellung, da diese beiden Länder die besten Möglichkeiten hatten, sich mit Rohstoffen zu versorgen.
Es war Colbert, der die Seifenherstellung nach Frankreich holte. Die erste Manufaktur wurde in Toulon per königlichem Erlaß eingerichtet. Der Erfolg stellte sich sofort ein und weitere Fabriken wurden in Marseille gebaut. Am Ende des 18. Jahrhunderts musste die Marseiller Industrie die Rohstoffe aus dem gesamten Mittelmeerraum importieren, um der Nachfrage gerecht zu werden.
1792 gelang es dem Chemiker Leblanc, auf industrielle Weise Natron aus Meersalz zu gewinnen. Diese Entwicklung ermöglichte es der Marseiller Seifenindustrie, Seifen von gleichbleibender Qualität herzustellen bei gleichzeitiger Reduzierung des Gestehungspreises. Um 1840 gab es einen neuen Entwicklungsschritt durch den allmählichen Austausch von Olivenöl gegen andere Öle, wodurch die Palette der angebotenen Produkte erweitert werden konnte.
Auch heute noch ist die Marseiller Seife eine bekannt und beliebte Marke, selbst wenn es inzwischen viele andere Produktvarianten gibt.
Schmierseifen aus Kaliumlauge hat es immer gegeben, parallel zu den harten Seifen. Sie waren im Norden verbreiteter, dort wurden sie eher für gewerbliche Zwecke genutzt, nämlich dort, wo hohe Waschkraft und geringe aggressive Wirkung gefordert waren, das galt besonders für die Textilindustrie.
Waschaktiver Mechanismus: Die Seife besteht aus oberflächenaktiven Molekülen, sogenannten bipolaren Molekülen, die in der Lage sind, zu emulgieren und sowohl Fettkörper (lipophile Wirkung) als auch wässrige Substanzen (hydrophile Wirkung) stark zu binden. Gleich ob der Schmutz nun fettig ist oder nicht, er wird durch die in der Seife enthaltenen Moleküle gebunden und von der Haut gelöst, bevor er mit Wasser abgespült wird.
Spontane Entstehung lebender Materie ausgehend von Mineralstoffen oder organischen Substanzen bei Zersetzungsprozessen, eine im Altertum und im Mittelalter für bestimmte Tiere angenommene Theorie, die auch bis zur gegenteiligen Entdeckung durch Pasteur auch für Mikroorganismen galt.
Nach seinen ersten Entdeckungen stellte sich Pasteur die Frage nach der Herkunft der Mikroorganismen, den bei Gärungsprozessen wirkenden Stoffen. Entstehen sie aus ihnen ähnlichen Keimen oder erfolgt ihre Entstehung spontan in gärungsfähigen Nährlösungen? Hier stellte sich die ganze Frage nach der Spontanbildung. Pasteur konnte nach denkwürdigen Auseinandersetzungen mit seinen Opponenten (wie z.B. Pouchet) in seiner wissenschaftlichen Abhandlung 1862 anhand der unterschiedlichsten Experimente nachweisen, dass:
- im Staub der Atmosphäre Keime "niederer" Organismen enthalten sind, stets bereit sich zu entwickeln und sich zu vervielfachen;
- die verwesbarsten Flüssigkeiten unverändert bleiben, wenn man die Vorsichtsmaßnahme ergreift und sie vor der Berührung mit diesen Keimen schützt.
"Spontanbildung ist ein Hirngespinst" (Pasteur).
Ansteckende Infektionskrankheit, Geschlechtskrankheit, verursacht durch das männliche Treponema. Im Anfangsstadium tritt ein Schanker auf, später kommt viszeraler Befall hinzu, sowie Nervenschädigungen als Spätfolgen.
Die Syphilis verläuft in drei Stadien:
- Im ersten Stadium tritt der Schanker ungefähr einem Monat nach dem sexuellen Kontakt auf, bei dem die Infizierung stattgefunden hatte.
- Das zweite Stadium, das zwischen einem und zwei Jahren dauert, läßt eine allgemeine Ausbreitung der Krankheit erkennen, die sich in Haut- und Schleimhautschädigungen zeigt.
Im dritten Stadium, rund zehn Jahre nach Ausbruch der Krankheit können sich Schädigungen des Nervensystems manifestieren, sowie sensorielle und kardiovaskuläre Störungen, die von der Bedrohlichkeit der Krankheit zeugen. Seit der Verabreichung von Penicillin ist diese Krankheit weit zurückgegangen.
Talgdrüse: Zum Haar gehörige Drüse, die an die Haare auf der Hautoberfläche Talg absondert..
Talgdrüsenhaarfollikel: sackförmiger Haarbalg, aus dem ein Haar wächst. Hier sind der musculus arrector pili (Haaraufrichtmuskel), eine Schweiß- und eine Talgdrüse angesiedelt.
Taschentuch: Viereckiges Stoff- oder Papiertuch, mit dem man sich die Nase putzt.
Kleine Geschichte des Taschentuchs (M. und E. Theodore: "Textilien, Geschichte und Herstellung"): Ursprünglich benutzten es die Römer, um sich Gesicht und Mund abzuwischen. Die damaligen Taschentücher waren aus prachtvollen Stoffen, die mit Duftstoffen getränkt waren und die die Römer um den Hals, auf der Schulter oder in der Hand trugen.
Das eigentliche "Taschen"-tuch stammt erst aus dem 16. Jahrhundert; eine Venitianerin hoher Geburt hatte die einfallsreiche Idee, aus einem Stück reinen Leinens ein rechteckiges Stück herauszuschneiden, das sie mit Spitzen verzierte. Sie stellte es auf einem Spaziergang in einem öffentlichen Park zur Schau. Natürlich weckte das zierliche Tuch die allgemeine Neugierde. Von Italien aus überquerte es bald die Alpen und verbreitete sich in Frankreich. Die Taschentücher der damaligen Zeit wurden aus den kostbarsten Stoffen gefertigt, mit Stickereien verziert und sie zählten zu den Luxusgütern.
Bis zum 18. Jahrhundert gab es Taschentücher in den unterschiedlichsten Formen: Sie waren rund, dreieckig, usw. Eines Tages bekundete Marie-Antoinette im Trianon, dass die rechteckige Form die geschmackvollste und praktischste sei. Ludwig XVI. gebot demzufolge in einen königlichen Erlaß: "Die Länge der im Königreich hergestellten Taschentücher soll gleich deren Breite sein"
Tellurisch:
Die Erde betreffend oder aus ihr
kommend
Eine durch einen Virus
hervorgerufene Krankheit, die über den Biß bestimmter Tiere auf den Menschen
übertragbar ist. Symptome sind Erregungszustände, dann Lähmungserscheinungen und
schlußendlich tritt der Tod ein.
Die Inkubationszeit
der Tollwut beträgt beim Menschen ungefähr 3 bis 4 Wochen. Die kürzeste Zeit
beträgt 10 Tage. Man kennt auch Ausnahmen, die Tollwut kann beim Menschen
mehrere Monate nach einem Biß (ja sogar Jahre danach) auftreten, aber diese
Fälle sind äußerst selten.
Die Infizierung
erfolgt meist über Speichel, Biß, Kratzer, Ablecken abgeschürfter Haut oder
Schleimhaut, aber auch über das Nervengewebe. Die Personen, die dem Risiko einer
Ansteckung am meisten ausgesetzt sind, sind Arbeiter in Schlachthöfen,
Taxidermisten, Laboranten und Speläologen.
Tollwut gibt es seit
Urzeiten, sie war schon im Altertum bekannt und einer der ältesten Texte, in
denen sie erwähnt wird, stammt aus dem Babylon des 23. Jahrhunderts vor Christi
Geburt. Der Impfstoff gegen die Tollwut ist von Pasteur entwickelt worden.
Trotz allem ist die
Tollwut nicht ausgerottet und immer noch sterben daran jedes Jahr 50 000
Menschen.…
Toxoplasmose:
Krankheit verursacht durch den Parasiten Toxoplasma gondii, (ein intrazellulärer
Parasit, der für den Menschen äußerst schädlich ist). Besonders gefährlich ist
er für den Fötus, wenn er von einer schwangeren Frau aufgenommen wird.
Charles Nicolle
(1866-1936), Leiter des Instituts Pasteur in Tunis und Nobelpreisträger für
Medizin 1928, ist die Entdeckung des Toxoplasmoseerregers zu verdanken
Vernix caseosa:
Sogenannte Käseschmiere,
die den Körper eines neugeborenen bei der Geburt bedeckt..
Infektionskrankheit
oder durch Parasitenbefall hervorgerufene Erkrankung, die sich auf natürlichem
Weg von den Wirbeltieren auf die Menschen und umgekehrt überträgt.
Beispiele:
Tuberkulose, Tollwut, Brucellose.